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Alibaba kommt nach Deutschland

Lesezeit: 5 Minuten

In der Titelstory „DER ALBTRAUM NAMENS AMAZON“ haben wir über die Arbeitsmethoden und Praktiken von Amazon berichtet, die Shopbetreiber oftmals in den Wahnsinn und im schlimmsten Fall auch manchmal in den Ruin treiben. Jetzt hoffen Dropshipper und Online-Händler auf eine Verbesserung der Situation, denn Alibaba kommt nach Europa und somit auch nach Deutschland. So wird Dropshippern eine neue, attraktive Alternative geboten, die (fast schon) Monopol-Stellung von Amazon aushebelt. Wird Amazon zukünftig kooperativer und fairer mit den Shopbetreibern umgehen? Wird sich eine signifikante Verbesserung einstellen? Das bleibt abzuwarten, aber natürlich zu hoffen. In jedem Fall wird die neue Plattform Alibaba eine Bereicherung für uns als Dropshipper darstellen, denn so haben wir alle die Möglichkeit, uns zukünftig zwischen den beiden Plattformen zu entscheiden oder auch beide parallel zu nutzen. Doch wo kommt Alibaba überhaupt her und wer hat den Online-Giganten ins Leben gerufen? Wir haben alle Infos zur Entstehung und der Entwicklung der Plattform für dich.

Die Story von Alibaba

Alibaba ist ein Online-Marktplatz der Alibaba Group, gegründet 1999 von Jack Ma. Die Plattform bedient nach eigenen Angaben mehr als 53 Millionen Nutzer aus über 240 Ländern und Regionen. Bisher wurde die Plattform vor allem in asiatischen Ländern genutzt, das ändert sich jetzt. Der zugehörige Bezahldienst von Alibaba ist Alipay, ebenfalls von Jack Ma gegründet. 2005 übernahm Yahoo 40 Prozent des Mutterkonzerns Alibaba Group, davon wurde jedoch 2012 die Hälfte wieder verkauft. Ende April 2007 versuchte sich die Plattform an einem Börsengang, der zunächst scheiterte, denn im Vorfeld waren die Aktien schnell überzeichnet. Trotzdem war der Börsengang von Alibaba der zweitgrößte Börsengang eines Internet-Unternehmens nach Google, mit der Emission nahm das Unternehmen 11,6 Milliarden Hongkong-Dollar ein (etwa eine Milliarde Euro).

Die Erfolgsregeln von Alibaba

Jack Ma, ein chinesischer IT-Unternehmer, rief die Plattform 1999 ins Leben und setzt damit heute Hunderte Milliarden Dollar jährlich um. Ein riesiger Erfolg, doch das war nicht immer so. Jack Ma musste hart für den heutigen Erfolg kämpfen. Seiner Meinung nach sind es vor allem die Niederlagen, die ihn so weit gebracht haben und die dafür verantwortlich sind, wo er heute steht. Seine Bewerbung und absolvierte Aufnahmeprüfung an der Hangzhou University wurde dreimal abgelehnt, bis er beim vierten Mal endlich angenommen wurde. Und auch an der Harvard University bewarb er sich ganze zehnmal – erfolglos. Während seines Studiums versuchte er nach eigenen Angaben einen Job zu finden und bewarb sich unter anderem bei Kentucky Fried Chicken mit 24 anderen Mitbewerbern. Er wurde als Einziger nicht eingestellt. Sein Motto ist daher bis heute: „Gewöhne dich an Ablehnung, denn sie härtet dich ab.“

Auch der Start seiner Gründung war alles andere als leicht, denn nicht jeder Mensch aus seinem Umfeld war offen für Visionen und Chancen. Seine Familie und Freunde reagierten größtenteils mit Unverständnis und Kopfschütteln, als er ihnen seine Business-Idee erklärte. Auch als Jack Ma seinen Bezahldienst Alipay einführen wollte, versuchten seine Freunde ihm das Vorhaben auszureden. Sie bezeichneten seine Vision als „dümmste Idee, die ihm jemals eingefallen wäre“. Er empfand die Reaktion jedoch als kleingeistig und ließ sich nicht beirren. Und der Erfolg gibt ihm recht, denn Alipay ist heute die größte und erfolgreichste Payment-Plattform der Welt, sie zählt über 500 Millionen Nutzer und macht einen Marktanteil über 50 Prozent aus. Sein Learning aus dieser Entwicklung: „Ignoriere Kleingeister.“

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