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Corona – das schnelle Geschäft mit den Schutzmasken

Corona – das schnelle Geschäft mit den Schutzmasken
Das Geschäft mit der Angst… Ist es geschäftstüchtig und unternehmerisch clever, in der Not schnelles Geld mit Schrott zu machen oder sozial verwerflich? Ist der Wunsch nach schnellem Profit nachvollziehbar oder gefährdet er die Gesellschaft? Das ist wohl Ansichtssache, passiert aber in Krisenzeiten natürlich vermehrt. Gerade geschehen im Bereich der Schutzmasken.

So auch in der „Erfolgsstory“ von Timo Klingler – E-Commerce Händler mit fünf Mitarbeitern aus der Nähe von Heidelberg. Der 24-Jährige versuchte sich bereits seit einigen Jahren als Online-Verkäufer und setze dabei auf verschiedene Nischen: Pullover für Bodybuilder, Mülleimer mit innovativen Griffen und vieles mehr hatte der Jungunternehmer bis jetzt in seinem Produktportfolio. Alles verkaufte sich bisher jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Das änderte sich jedoch Ende Februar 2020 schlagartig – Gesundheitsminister Jens Spahn verkündete offiziell, dass das Coronavirus Deutschland erreicht hatte und die Nachfrage nach Schutzmasken stieg rasant. Der 24-jährige Unternehmer hatte diesen Trend in Asien bereits im Januar verfolgt und alles auf die Karte gesetzt, dass sich in Deutschland eine ähnliche Situation einstellen würde. Er bestellte über 20 Paletten Schutzmasken für einen höheren fünfstelligen Betrag. Von einfachen OP-Masken bis hin zu verschiedenen hochwertigen Schutzmasken in unterschiedlichen Schutzklassen.

Die hochwertigen Masken erwarb er größtenteils zu einem Einkaufspreis von 60 Cent – und verkauft sie jetzt für über 20 Euro. „Eine Marge, die sonst nur beim Drogenhandel möglich ist“, sagt der Unternehmer selbst im Interview mit dem Spiegel-Magazin „Bento“. Er habe „extrem viel Kapital“ schaffen können – und das alles mit der Spekulation auf Panik. Momentan ernähre er sich nur von Pizza und Brezeln, da er schlichtweg keine Zeit für ein richtiges Mahl habe. Auch die Nachbarn würden sich schon beschweren über die Versand-LKWs vor dem Haus.

Timo Klingler ist stolz auf seinen Erfolg – schließlich hat er Daten und Fakten richtig gedeutet und sein Geld auf die Interpretation der aktuellen Entwicklungen gesetzt. So handeln nun mal erfolgreiche Geschäftsleute, oder etwa nicht? Das Geschäft mit der Angst rechtfertigt auch die völlig überzogenen Preise. Fünfzig einfache OP-Masken zum Preis von 150 Euro wurden Tausendfach bestellt – das gibt es eben nur in Krisenzeiten. Und nicht nur Privatleute, auch große Unternehmen haben bei dem Jungunternehmer bestellt. Mittlerweile hat Timo Klingler kaum noch Vorräte, da die Nachfrage riesig ist.

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