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Das neue Social Selling

Lesezeit: 9 Minuten

Social Selling – ein Marketinginstrument und Verkaufskanal, der aktuell schwer im Trend liegt.

Kein Wunder, denn vor allem für die jüngere Zielgruppe gehören Soziale Medien und das mobile Shopping heute zur Selbstverständlichkeit. Instagram und Pinterest werden dabei immer wichtiger. Hier suchen Jugendliche und junge Menschen nach Inspirationen und Produkten. Jeder Fünfte, der mit seinem Smartphone einkauft, tut dies über seine Social Media Apps.

Social Selling oder auch Social Commerce bezeichnet diese neue, zeitgemäße Form des Online-Handels. Und auch die bekannten Social-Media-Kanäle haben sich bereits gut auf diesen Trend eingestellt und bieten zunehmend mehr Möglichkeiten, um den Einkauf auf ihren Kanälen einfacher und attraktiver für Händler und Kunden zu gestalten. Bestenfalls müssen die User den Social-Media-Kanal gar nicht mehr verlassen, um ihren Kauf zu tätigen: Die Produkte werden direkt in der App durch Werbung oder Freunde vorgeschlagen und dann innerhalb des Social-Media-Kanals gekauft. Nur der Bezahlvorgang erfolgt meist außerhalb der App. Aber auch hier werden die Social Media Apps sicherlich bald nachrüsten, einige haben dies teilweise bereits getan.

Die Vorteile von Social Selling

Social Selling wirkt sich sowohl für Social-Media-Kanäle, als auch für Händler vorteilhaft aus. Die Benefits für Facebook, Instagram, Pinterest und Co. sind klar, denn die Kaufvorgänge innerhalb der Plattformen verlängern erheblich die Verweildauer des Kunden direkt in der App. Dadurch können die sozialen Plattformen wiederum mehr Werbung schalten, Kundendaten erfassen und eine entsprechende Verkaufsprovision an die Marken erheben.

Die Vorteile für Händler liegen darin, dass wesentlich mehr Kunden erreicht werden. Insbesondere Produkte, die sich sehr gut bildlich darstellen lassen, sind perfekt für den Verkauf über die Sozialen Medien geeignet. Die Kunden sitzen in der Bahn, in der Uni oder Zuhause auf dem Sofa, scrollen sich durch Facebook, Instagram und Co. und werden so ganz nebenbei auf Produkte aufmerksam, die sie dann auch direkt kaufen möchten. Insbesondere über Instagram funktioniert das Prinzip hervorragend, denn viele Marken arbeiten hier mit Influencermarketing und platzieren ihre Produkte auf deren Accounts. Vor allem für Marken und Shops, die stark Trend-orientierte Produkte verkaufen, ist die Bewerbung und der Verkauf dieser Produkte über Social Media besonders attraktiv. Denn die Artikel werden hier oftmals auch geteilt und verbreiten sich so schnell und kostengünstig innerhalb der Zielgruppe. Marlene Wester vom Dekoshop Daisy Wild berichtet, dass 85 Prozent  ihrer Kunden mittlerweile über Instagram kommen. 45 Prozent davon über die Instagram Storys, die über Tags oder Swipe-ups in den Online-Shop gelangen. Auch Otto arbeitet mittlerweile sehr intensiv mit Social Selling und testet über Pinterest einen Produktkatalog mit über einer Million Artikel. Dort soll der Nutzer erreicht werden, wenn er auf der Suche nach etwas Neuem oder Inspiration ist.

Die Nachteile für Marken und Händler im Social Selling fallen vergleichsweise gering aus, könnten aber doch auch das ein oder andere Unternehmen daran hindern, allein auf diese Strategie zu setzen. Denn die Kundendaten beim Kauf gehen an die Plattform und nicht an das eigene Unternehmen. Online-Händler haben so keinen Überblick mehr über Vorlieben und zum Beispiel die Verweildauer und können den Traffic auf der Webseite nicht mehr so genau verfolgen. Deshalb sind deutsche Unternehmen im Vergleich zum Ausland oft noch etwas zurückhaltend, wenn es um die Zusammenarbeit mit Plattformbetreibern geht. Da der Erfolg jedoch für sich spricht und vor allem das jüngere Publikum fast ausschließlich über Social Media erreicht wird, ändert sich diese Auffassung zunehmend.

Social Selling über die verschiedenen Kanäle

Social Selling funktioniert hervorragend über Instagram, aber auch über Facebook, Pinterest oder LinkeIn. Welcher Kanal der richtige ist, hängt von der individuellen Strategie ab – und natürlich vom angebotenen Produkt oder der Dienstleistung. Welche Kanäle wie funktionieren und welche Besonderheiten es gibt, erfahrt ihr jetzt:

Facebook
Über die Händlerseiten von Facebook haben Unternehmen die Möglichkeit, einen Shop zu erstellen. Sobald Produkte hinzugefügt werden, erscheint der Shop automatisch als Teilbereich der Facebook-Seite. Die Produkte können als Posts aus Bildern, Videos und der Produktbeschreibung bestehen und sind immer organisch angelegt. Die Kunden gelangen dann mit dem Button „Über die Website kaufen“ direkt auf die jeweilige Produktpage des externen Shops. Umso mehr User das Produkt liken, kommentieren, speichern oder teilen, umso höher wird das Produkt gerankt und umso öfter wird es den Usern angezeigt. Die Marken können die Produkte organisch teilen – entweder auf der eigenen Facebook-Seite oder im Rahmen von Gruppen. Auch Sammlungen innerhalb der Facebook Page können erstellt werden, zum Beispiel „Bestseller“, „Angebote“ oder bestimmte Produktkategorien.

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