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Alles nur Fake?

Lesezeit: 3 Minuten

Produzenten in China, Hongkong oder der Türkei sind heutzutage in der Lage, täuschend echte Artikel herzustellen. Wer hat nicht schon einmal unwissentlich eine Produktfälschung erworben oder ist unsicher, ob das gekaufte Produkt auch wirklich ein Original ist?

Nicht weiter verwunderlich, denn Designer-Kopien werden immer besser, detailgetreuer und hochwertiger. Das Problem heute ist, dass diese Fälschungen nicht mehr nur auf asiatischen und türkischen Großmärkten zu finden sind und nicht mehr nur freiwillig durch Einzelpersonen aus dem Urlaub mit ins Heimatland eingeführt werden – nein, Fälschungen aller Art werden mittlerweile im großen Stil über das Internet vertrieben. Professionell gestaltete Webshops vermitteln dem Kunden Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Die Kunden sind sich dieser Gefahr wiederum bewusst und reagieren entsprechend. Sie werden vorsichtiger bei laienhaft gestalteten Webshops und schwammigen Shop-Inhalten. Doch welche Auswirkung haben Fake-Shops auf den gesamten Markt und somit auf dein Dropshipping Business? Und worauf achten Käufer bei der Identifikation solcher Fake-Shops?

Alles Fake, oder was?

Die OECD schätzt, dass der weltweite Handel mit gefälschten Produkten bereits im Jahr 2016 mehr als 500 Milliarden US-Dollar ausmacht. Dies entspricht etwa drei Prozent des Welthandels und wird sich bis heute – 2020 – aufgrund von modernen Herstellungsverfahren und spezialisierter Technik noch einmal signifikant gesteigert haben. In der EU wird der umsatzseitige Einfuhranteil an gefälschten Waren sogar auf mehr als fünf Prozent geschätzt, die meisten davon kommen aus China (50%), Bosnien (9,6%), Hongkong (9,4%), Kambodscha (8,8%) und der Türkei (7%). Der größte Anteil an entdeckten Fälschungen fällt dabei auf Sportschuhe (17%), Taschen, Uhren und Portemonnaies (15%) sowie Bekleidung (14%) zurück – das geht aus einer Studie von Europol von 2019 hervor.

Wie groß das wahrgenommene Risiko für Verbraucher ist, geht aus einer Meinungsumfrage von Statista – ebenfalls aus dem Jahr 2019 – hervor. Hier wurden 1063 Online-Probanden befragt, wie hoch sie das Risiko einschätzen, im Internet eine Fälschung zu erwerben und welche Auswirkungen diese Empfindung auf ihr Einkaufsverhalten hat. Die Befragten gaben an, dass sie das Risiko, im Netz an eine Fälschung zu geraten, als sehr hoch empfinden. Denn insbesondere im Online-Bereich lassen sich kleine Fälschungsmerkmale und minderwertige Qualitäten oftmals nicht auf den ersten Blick erkennen. Fake-Webhops nutzen außerdem häufig Produktbilder von echten, originalen Artikeln und versenden dann anschließend minderwertige und kopierte Ware. Das erschwert eine korrekte, optische Identifikation zusätzlich.

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