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Das kundenorientierteste Unternehmen der Welt: Alles nur Fasade?!

Lesezeit: 4 Minuten

Amazon – der Online-Gigant. Die Plattform bietet gute Chancen für kleine und große Anbieter, schnell eine attraktive Zielgruppe zu erreichen und sich effizient und stressfrei einen umfangreichen Kundenstamm aufzubauen. Aber wie sieht es mit der Fairness des Unternehmens aus? Immer wieder gibt es Schlagzeilen, die Amazon im schlechten Licht erscheinen lassen. Amazon steht darin oft für Ausbeutung, Steuertricks und das Schwächen für Gewerkschaften. Außerdem zerstört Amazon gemäß den Anschuldigungen den lokalen Handel und Arbeitsplätze und ist mittlerweile ein Synonym für Klimazerstörung, Überkonsum, Konsumentenkontrolle und Überwachung. Der Konzern, gegründet vom reichsten Mann der Welt – Jeff Bezos – gilt als Paradebeispiel dafür, wie verheerend sich die wachsende Macht von Weltkonzernen auf unsere heutige Gesellschaft auswirkt. Dabei dringt Amazon mittlerweile in fast alle Lebensbereiche vor. Sogar in den Gesundheitssektor, der gerade jetzt – in Krisenzeiten – wesentlich für die Gesellschaft ist. Auch sonst profitiert Amazon von der Covid-19 Krise – der Umsatz des Konzerns ist im 1. Quartal bereits um 22 Prozent gestiegen, der Aktienkurs kletterte um 42 Prozent nach oben. Das Vermögen von Jeff Bezos ist damit jetzt unfassbare 37 Milliarden Euro HÖHER als das Vermögen des zweitreichsten Mannes der Welt, Bill Gates!

Amazon und die Steuern

Durch Gewinnverschiebungen in unwägbare Steuersümpfe schafft es Amazon, die Welt um Milliarden zu prellen – und das zum Teil mithilfe der Regierungen. So wurde der Konzern in Luxemburg beispielsweise vom damaligen Premierminister unterstützt, der Amazon dabei half, Steuerzahlungen illegal zu umgehen. Somit gelang es dem Konzern schließlich über 75 Prozent seiner Gewinne in Europa nicht zu versteuern. Von 2007 bis 2017 hat Amazon in Luxemburg einen Umsatz von 111 Milliarden Euro erzielt und einen Gewinn von 457 Millionen erwirtschaftet. In diesem Zeitraum zahlte Amazon jedoch keinen Cent Steuern – im Gegenteil, das Unternehmen verbuchte eine Steuergutschrift von 15 Millionen Euro.

2017 kam der Betrug ans Licht und die EU-Kommission entschied, dass Amazon über 230 Millionen Euro an das Land Luxemburg zurückzahlen muss: die Summe, die ab 2006 durch illegale Steuermodelle erzielt wurden. Luxemburg legte jedoch 2018 Einspruch gegen die Klage ein, das finale Ergebnis der Verhandlung steht noch nicht fest.

Und auch in Großbritannien trickst sich Amazon munter durch die Steuerzahlungen. Im Jahr 2018 machte Amazon dort 1,4 Milliarden Euro Umsatz, jedoch angeblich nur 65,5 Millionen Euro Gewinn. Nur 14,5 Millionen Euro wurden dort als Körperschaftssteuer abgeführt. Nach Schätzungen von Experten hätte Amazon jedoch mindestens 114 Millionen Euro Steuern zahlen müssen.

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