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Hat Instagram ein Ego-Problem?

Lesezeit: 3 Minuten

Was ist der Motivator sich öffentlich zum Deppen zu machen? Stopp, dies geschieht ja freiwillig. Und bestens inszeniert. Fotos, sogenannte Postings sind makellos, exakt vermessen und gestellt. Der Eindruck der heilen Welt muss aufrechterhalten werden, auch in Covid-19 Zeiten. Auf Nachfrage im Kontaktkreis werden natürlich Vorteile wie Vernetzung, Kommunikation oder Austausch betont. Aber sind wir ehrlich, darum geht es auf Instagram nun wirklich nicht in erster Linie. Es geht eigentlich immer um Selbstdarstellung mit der Erwartung eines positiven Feedbacks in Form von Likes. Aus dieser Warte betrachtet, ist es eine herbe Enttäuschung, dass die Plattform künftig die Likes abschaffen will. Zwar nicht die Like-Funktion als solche, wohl aber die Anzeige über die Anzahl der Likes. Die schöne Selbstdarstellung kann dann noch immer erfolgen, aber macht es dann noch immer so viel Spaß? Eitelkeit, Bestätigung mit dem Ziel der Selbstwerterhöhung. Nicht unbedingt verkehrt, aber eben auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Mit unserem eigenen Instagram-Profil von EXPERTISEROCKS können wir da nicht mithalten.

Problem 1:

Man sollte sich regelmäßig zur Schau stellen. Ein bis zwei Postings am Tag – sieben Tage die Woche. Dazu noch authentisch gestellte Storys. Blöd, wenn man einen Hauptjob hat und so gesehen gar keine Zeit für das Influencer-Dasein aufbringen kann. Dies ist auch der Grund, warum Influencer als solches schon als Vollzeitberuf angesehen wird. Die Nachhaltigkeit? Wen interessiert’s? – heute rollt der Rubel und wen interessiert da schon die Zukunft, wie die Altersvorsorge. Wird alles überbewertet, was zählt, ist das hier und jetzt. Grundsätzlich gewiss lobenswert, dennoch in meinen Augen unverständlich. Die Unverständlichkeit kann auf unserem Kanal bewundert werden, es gibt kein regelmäßiges Uploaden, keine Tonnen an Filter und Styling-Apps. Nennen wir den Feed beim Namen: Langweilig authentisch?!

Problem 2:

Die gute alte #-Raut – inzwischen zum Hashtag mutiert, sollte dem geposteten Bildwerk eigentlich die nötige Reichweite verleihen. So richtig will das bei mir nicht klappen. Ich versichere, ich habe mich belesen. Berichte wie den „Instagram-Algorithmus überlisten“ und die „Top 100 # für mehr Reichweite“. Seitdem Instagram bereits 2016 das chronologisch umgekehrte Feedback abschaffte, brodelt die Gerüchteküche um den Instagram Algorithmus. Viele Fragen standen und stehen ungeklärt im Raum, nicht zuletzt immer um die Frage wie tickt dieser? Auf welche Signale „hört“ er? Halbwissen und Falschinformationen reihten sich aneinander. Und nein, das Geheimnis lüften kann ich auch in diesem Bericht nicht, das ist immerhin die Wahrheit.

Problem 3:

Für Unternehmen ist Instagram neben Facebook zum interessantesten Online-Marketing-Instrument geworden. Doch stimmt dies in Zeiten von TikTok überhaupt noch? In Bezug auf Produktverkauf digitaler Art womöglich, immerhin ist die TikTok-Gemeinde meist zwischen 8 und 18 Jahren, insofern nur beschränkt bis gar nicht geschäftsfähig. Und überhaupt, hier geht es ja um Instagram und meinem Kampf gegen Windmühlen. Also angeblich, laut Marketingsprache, sollte die Bilderplattform überaus interessant sein, um Promotions zu starten. Noch besser um direkt mit dem Verkauf von Online-Kursen, E-Books und anderen digitalen Produkten durchzustarten. Instagram weist ein eklatant höheres Engagement auf, das heißt mehr Interaktionen der Nutzer mit dem Content bei einer gleichzeitig niedrigeren Anzahl an Followern, und schlägt in dieser Hinsicht Facebook und Twitter in Sachen Effizienz um Längen. So tönt es – nicht bei mir. Womöglich ist genau das mein Problem, ich wurde noch nie mit Facebook warm. Wirkliche Ads geschaltet, Fehlanzeige. Was ein Wortwitz. Nein im erst, es klappt bestimmt, nur eben nicht bei jedem. Ich bin dann wohl diese Ausnahme.

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