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Unternehmen gründen – direkt nach der Uni!

Lesezeit: 4 Minuten

Nach der Uni beginnt der Ernst des Lebens – in der Regel erfolgt mit dem Übergang von der Ausbildung hin ins Berufsleben eine der stärksten Veränderungen in unserem Leben. Viele Studienabsolventen gehen dann den sicheren, herkömmlichen Weg und beginnen einen Angestellten-Job in einem Unternehmen ihrer Wahl. Oder eben bei einer willkürlich gewählten Firma, die bereit ist, sie einzustellen. Oftmals ist das Angestellten-Dasein dann das vorläufige Ende der Freiheit, die man aus dem Studium gewöhnt war und dennoch meist nicht zu schätzen wusste. Und aufgrund der Corona-Krise ist die Jobsuche und -auswahl jetzt noch schwerer geworden. Studienabgänger können sich die Jobs jetzt erst recht nicht mehr aussuchen und müssen in vielen Fällen dankbar sein, überhaupt einen der wenigen ausgeschriebenen und begehrten Arbeitsstellen zu ergattern. Und eine Gründung und der Weg zum eigenen Unternehmen erscheint vielen dann doch viel zu beschwerlich. Insbesondere Kinder aus Nicht-Akademiker-Familien scheuen sich sowohl vor dem Studium selbst, als auch insbesondere vor einer Gründung im Anschluss. Mangelnde Unterstützung vonseiten der Eltern, Angst vor Verschuldung und zu wenig Know-how. Die Folge ist dann anschließend bei der Arbeit im Angestelltenverhältnis: unzufrieden stellende Tätigkeiten, mehr Druck und große Angst vor Kündigungen.

Doch muss das so sein? Müssen sich Studienabsolventen mit schlechten Jobs zufriedengeben? Nein, denn auch direkt nach der Uni gibt es Möglichkeiten, sich seinen eigenen Arbeitsplatz zu schaffen und den Weg in die Selbstständigkeit zu starten. Auch wenn viele sich nicht trauen, denn die Deutschen sind sehr zurückhaltend, wenn es um Unternehmensgründungen geht. Dem aktuellen Global Entrepreneurship Report zufolge sind aktuell lediglich sieben Prozent aller Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren aktiv an einer Gründung beteiligt – Deutschland liegt damit auf Platz 18 von 23 Ländern in Europa und Nordamerika. Ziemlich weit hinten zum Vergleich: Die USA und Kanada erzielen zum Beispiel jeweils einen Anteil zwischen 15 und 20 Prozent.

Aber warum sind die Deutschen so zurückhaltend, wenn es um den Aufbau eines eigenen Unternehmens geht? Sind finanzielle Freiheit, ortsunabhängiges Arbeiten oder die Verwirklichung eigener Ideen nicht attraktiv genug? Eigentlich schon, aber zunächst einmal sind die Deutschen ein eher vorsichtiges Volk und bisher war eine Gründung aufgrund der guten Konjunktur für viele schlichtweg nicht notwendig. Die Job- und Verdienstmöglichkeiten waren seit 2004 so gut, dass viele Berufsanfänger sich lieber für den sicheren Weg einer Festanstellung entschieden. Trotz Hamsterrad und Co. Doch jetzt sind die fetten Jahre ohnehin vorbei – spätestens nach der Krise ist klar, dass die Konjunktur hierzulande nicht weiter voranschreitet wie gewohnt. Diese Entwicklung ist allerdings nicht nur als negativ zu betrachten, denn so wird Deutschland vielleicht aus der aktuellen Trägheit wachgerüttelt und der bisher eher schwache Gründungsgeist angekurbelt.

Kein Gründungskapital – kein Thema

Auch vermeintlich fehlendes Know-how und Gründungskapital ist oft Hemmnis für eine Gründung. Viele Studienabsolventen und potenzielle Gründer gehen fälschlicherweise davon aus, dass nur Menschen mit viel Berufs- und Lebenserfahrung in der Lage sind, zu gründen. Das ist aber überhaupt nicht der Fall – die meisten Gründer (etwa 12 Prozent) in Deutschland sind zwischen 25 und 34 Jahren alt und kommen also oft direkt aus dem Studium. Sogar für Minderjährige ist es möglich, zu gründen, hier ist allerdings eine Genehmigung vom Familiengericht notwendig. 

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