Dropshipping Magazine
Praxistipps Start-Up

Mit bezahlter Werbung zu schnell bezahlten (Miss)-Erfolgen?

Wenn für dich CPM, CTR, CTA, ATC, LLA, CA, CPC und ROAS wie böhmische Dörfer klingen, dann hast du bisher noch nichts mit bezahlter Werbung zu tun gehabt. Ist das nun gut oder schlecht? Es kommt darauf an, schließlich gieren wir alle nach mehr Sichtbarkeit! Sei es als Personenmarke, als Unternehmen oder Privat. Wir alle sind auf der Suche nach dem Augenblick, in dem wir oder das Produkt die volle Aufmerksamkeit erreichen wollen.

Jeder strebt danach, sein Personal Brand oder sein E-Commerce-Business schnell erfolgreich zu machen. Das bedeutet in den meisten Fällen nichts anderes, als dass das erklärte Ziel dabei ist, den „schnellen Euro“ zu generieren. Ist das aber der richtige Weg?

Bevor man sich Gedanken darüber machen sollte, wie man schnell Sichtbarkeit bekommt, sollte man sich eingehend Gedanken darüber machen, was für ein Business man überhaupt betreiben will. Ich werde an dieser Stelle auch keinen Artikel über Positionierung schreiben, es geht dabei um dich selbst. Genau um DICH und wie du dein Business betreiben willst. Bist du lediglich auf den schnellen Euro aus? Dann wirst du auf lange Sicht nicht erfolgreich werden und dein ortsunabhängiges Business nicht sehr lange betreiben. Geht es dir nur darum, kurzfristig viel Geld zu verdienen? Dann gehe am besten in ein Wettbüro und versuche dort dein Glück – das hat denselben Effekt: Es funktioniert nicht nachhaltig!

Wie funktioniert ein Business-Aufbau?

Es geht schließlich darum, dass man sich ein Fundament baut und allem voran den Kunden in den Fokus stellt. Hat man diesen Sinneswandel einmal für sich festgelegt, so klärt sich vieles von Beginn an auf.
Nehmen wir einmal an, der Kunde ist für mein Business das Maß aller Dinge und ich will meinen Kunden immer und immer wieder zufrieden stellen. Sei es durch meine Produkte, die Produktqualität, Lieferzeiten, Service oder was auch immer. Dann schließen sich von vornherein gewisse E-Commerce-Arten aus. Denn allein aus diesem Gedanken heraus lassen sich Lieferkanäle aus Fernost (und hier ist vor allem das China-Dropshipping gemeint) von Beginn an ausschließen. Lieferzeiten und einen Kundensupport für dich zu deinem Lieferanten sind nicht in einer Zeit zu garantieren und zu gewährleisten, die du innerhalb Europas anbieten kannst.

Alle wollen auf das Dropshipping-Pferd mit AliExpress, Oberlo und Shopify setzen und vergessen dabei eine Sache: Du bist am Anfang allein. Solange du noch nicht das Geld verdienst, um ein Team zu beschäftigen, bist du deine eigene Abteilung für Finanzen, Einkauf, Qualitätssicherung, Forschung und Entwicklung, Marketing sowie Kundensupport in Personalunion. Und wer darauf setzt, dass man sich lediglich mit ein paar Klicks einen Shop mit Produkten zusammenstellt und anschließend mit Facebook-Werbeanzeigen seinen Shop durch die Decke gehen lässt, ist schneller wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet, als er schauen kann.

Nicht selten höre ich von meinen Kunden, dass Werbe-Accounts gelöscht, Paypal-Accounts gesperrt und die Rücksendung mangelhafter Ware an Handelspartner außerhalb Europas nicht so leicht vonstattengeht. In solchen Situationen wird ganz schnell klar, dass E-Commerce viel mehr ist als nur einen Shop aufsetzen und eine Werbeanzeige schalten zu können.

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